100 Tage lang glücklich sein?

«Kannst du für 100 Tage hintereinander glücklich sein?» Diese Frage stellt #100happydays. Es fordert einem auf, 100 Tage lang in Bildern festzuhalten, was einem glücklich macht. Das Projekt ist weder neu − es wurde im Dezember ins Leben gerufen − noch unumstritten und trotzdem will und werde ich es versuchen. Da es aber mein Projekt ist, formuliere ich die zentrale Frage um. Denn die offizielle, kann ich bereits jetzt beantworten.

100 Tage, das sind drei Monate und zehn Tage. 100 Tage, das sind 14 Wochen und zwei Tage. Ob ich so lange am Stück glücklich sein kann? Vergiss es. Niemals. Auch dann nicht, wenn ich es versuchen täte. Selbst frisch verliebt oder gerade auf Weltreise zu sein, würde nicht helfen. 100 Tage uneingeschränkt glücklich zu sein, das ist doch unnatürlich.

In diesen 100 Tagen werde ich viele verschiedene Gefühle erleben. Ich werde mich frustriert, motiviert, entspannt, wütend, zufriden, geborgen, verloren fühlen. Und auch glücklich sein, aber eben nicht die ganze Zeit.

Deshalb formuliere ich die Herausforderung um: «Kann ich 100 Tage lang jeden Tag etwas festhalten, das mich mindestens einen Moment lang glücklich macht?»

#100happydays

Da ich Vorsprung mag, habe ich bereits letzte Woche mit dem Projekt angefangen. Wie begeistert ich davon bin, täglich ein halbwegs schlaues Foto machen zu müssen, weiss ich noch nicht. Das es nicht einfach wird 100 Tage lang durchzuhalten, das weiss ich jetzt schon. Wen meine Glücksmomente interessieren, findet diese auf Instagram.

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Einmal Leuchtturm und zurück

Schafe, Texel, HollandAm dritten Tag auf Texel fuhr ich mit dem Fahrrad in den Norden. Mein erstes Ziel war Oosterend. Ein Dorf nordöstlich von Den Burg und zufolge meines Reiseführers der schönste Ort der Insel. Dies bewahrheitete sich. Die kleinen Backstein-Häuser sahen aus, wie aus einem westfriesischen Heimatfilm − nicht dass ich je einen gesehen hätte, aber so stelle ich es mir vor.

Oosterend, Texel, HollandNach einem Spaziergang durch die Gassen und einem kurzen Abstecher in den Lebensmittelladen zwecks Provianteinkauf stieg ich wieder aufs Rad. Und weiter ging es über die endlosscheinende Ebene der Insel immer weiter Richtung Norden. Natürlich blies der Wind die ganze Zeit in die falsche Richtung. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis ich den Leuchtturm an der nördlisten Spitze von Texel erreichte.

Da es Mittag war und ich meine Waden ausruhen musste, machte ich Rast am Strand und genoss zwischen den Dünen die Mittagssonne und mein Pick-Nick. Wie sich am Abend herausstellte, genoss ich sie ein bisschen zu sehr und zu lange. Denn trotz Sonnencrème erwischte ich einen Sonnenbrand.

Lighthouse, Texel, NetherlandStrand, Texel, HollandAm Nachmittag ging es über einen grossartigen Fahrradweg, der durch die Dünen führte,  zurück Richtung Den Burg. Ich hatte bereits am Morgen das Gefühl, die ganze Zeit gegen den Wind zu fahren, aber am Nachmittag − obwohl ich in die entgegengesetzte Richtung fuhr − war es schlimmer. Es fühlte sich an, als käme ich nicht vom Fleck, egal wie hart ich in die Pedalen stieg.

Der Wind hatte sich gegen mich verschworen und während ich am Strand Pause machte, die Richtung gewechselet. Ich fand es extrem asozial. Zudem war ich zu diesem Zeitpunkt bereits über 30 Kilometer gefahren. Das half nicht. Und auch wenn das nicht nach viel klingt, für jemanden, der in den letzten fünf Jahren keinen einzigen Kilometer mit dem Rad zurückgelegt hat, ist es mehr als genug.

Bike, Texel, HollandTexel, HollandBei einer Pause unterwegs entdeckte ich diese Kälbchen, die durch einen See zwischen den Dünen marschierten. Meine müden Beine vergass ich bei diesem Anblick für ein paar Minuten.

Schafe, Texel, HollandKurz vor Den Burg musste ich nochmals anhalten, um Schafe und vorallem ihre Lämmer zu fotografieren.

Am Sonntag war es bereits wieder Zeit, meine Sachen zu packen und die Insel zu verlassen. Da ich meine Heimreise erst am frühen Nachmittag antrat, verbrachte ich den Morgen nochmals am Strand.

Strandhäuser, Texel, HollandDer Heimweg war unspektakulär: Bus, Fähre, Bus, Zug, Zug, Flugzeug, Bus. Und ich war wieder Zuhause.

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Ich schreib dann mal Postkarten

Heute ist Weltpostkartentag und ich habe die Empfänger meiner vier Postkarten gezogen. Also eigentlich nicht ich, sondern der Lieblingmensch. Er hat für mich einmal mehr die Glücksfee gespielt. Nein, pinke Glitzerflügel hat er dazu keine getragen.

Yaga, Noëmi, Northernlights und Reni erhalten Post von mir. Ihr Lieben, bitte mailt mir eure Adressen an leah@glueckssplitter.ch. Wer welches Motiv erhält, bleibt eine Überraschung.

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Schreib mal wieder eine Postkarte

Es gibt für alles einen Aktionstag. Der Weltschlaftag, der internationaler Tag des Waldes und der Tag des Gartens sind noch einige der ernsthafteren Beispiele − und nein, ich kannte diese vorher auch nicht. Auf Wikipedia gibt es aber eine super Liste, die der Unwissenheit Abhilfe schafft. Es gibt aber auch Aktionstage, die sich weniger ernst nehmen, wie der Towel-Day − um ihn witzig zu finden, muss man Hitchhiker’s Guide to the Galaxy gelesen haben − oder der Talk like a Pirate Day.

Und seit zwei Jahren gibt es einen Weltpostkartentag. Er wurde 2012 ins Leben gerufen und wird seither jedes Jahr am 30. Juli gefeiert. Der Aktionstag fordert die Menschen auf  − wie könnte es anders sein − Postkarten zu verschicken. Er wurde jedoch nicht zur Rettung der Postboten ins Leben gerufen, wie man vielleicht annehmen könnte. Der Initiant des Tages ist der Piepmatz Verlag und seine Begründung ist, dass es im digitalen Zeitalter zu selten geworden ist, dass man analoge Post verschickt. Ich kann zwar diesem früher-war-alles-besser nichts abgewinnen, denn ich finde Internet super und stehe dazu, aber ich mag Postkarten. Aus diesem Grund beteilige ich mich an diesem Aktionstag.

WeltpostkartentagUnd nun kommt ihr ins Spiel und ich endlich auf den Punkt. Am 30. Juli 2014 werde ich die vier Postkarten auf dem Bild verlosen. Einmal mehr sind sie selbstgemacht (selbst fotografiert, selbst gedruckt, selbst zugeschnitten und dann am Ende auch noch selbst und von Hand geschrieben). Alles was ihr tun müsst, um im Lostopf zu landen, ist bis am 29. Juli 2014 einen Kommentar zu schreiben. Und meine Postkarten kennen keine Landesgrenzen. Ich werde sie weltweit verschicken, wenn es sein muss auch an den Nordpol.

Folgende vier Fotos werden je eine Postkarte zieren:

Papageientaucher, IslandPapageientaucher. Fotografiert auf der Halbinsel Dyrholaey, Island.

ZHAW, WinterthurTreppenhaus des Mäanders. Aufgenommen in Winterthur, Schweiz im Rahmen des  Fotografie-Kurses, den ich letztes Jahr absolviert habe.

Royal Guard, LondonRoyal Guard. Logischerweise fotografiert vor dem Buckingham Palace in London.

Rincon de la Vieja, Costa RicaNationalpark Rincon de la Vieja. Fotografiert während meines Urlaubs in Costa Rica diesen Februar.

Falls ihr eine Motiv-Präferenz habt, dürft ihr mir diese gerne in euren Kommentar mitteilen. Ich werde versuchen − kann es aber nicht garantieren – sie zu berücksichtigen.

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Die Strände und das Meer von Texel

Strand, Texel, Holland«Texel ist eine Nordseeinsel in der niederländischen Provinz Nordholland. Die Insel ist die größte und westlichste der Westfriesischen Inseln. Durch ihre abwechslungsreiche Landschaft ist sie als Tourismusziel beliebt, beherbergt aber auch eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt.» Das sagt Wikipedia zu Texel.

Für mich wurde die Insel während den drei Tagen, die ich auf ihr vebrachte, jedoch zu viel mehr. Denn ich habe mich verliebt; in die Ruhe, den Wind, die fast unendlichen Ebenen und die Strände.

Texel, HollandAm Morgen des zweiten Tages unternahm ich einen Strandritt. Wir – ich, eine weitere Touristin und die Führerin – preschten mit Haflinger über den Sand. Es war genial. So bin ich schon seit langer Zeit nicht mehr geritten. Bilder gibt es davon keine. Denn Reiten und Fotografieren, das passt nicht zusammen.

Möwe, Strand, Texel, HollandFürs Mittagessen fuhr ich mit dem Fahrrad an einem weiteren Strand. Beim Essen leistete mir eine Möwe Gesellschaft. Ich hege jedoch den Verdacht, dass es ihr nicht um die Zweisamkeit, sondern nur um mein Brot ging.

Wattensee, Texel, HollandAm Nachmittag ging es mit einem Kutter zum Krabbenfischen aufs Wasser. Das Fischen mussten wir – also die Touristen – zum Glück nicht selbst übernehmen. Unsere Aufgabe war es nur, die direkt auf dem Schiff gekochten Krabben, die wir essen wollten, zu pulen. Nordsee-Krabben sind winzig. Die ganze Arbeit, um den Panzer zu entfernen, lohnt sich für das kleine bisschen Fleisch fast nicht.

Krabben, Texel, HollandKrebs, Texel, HollandMöwe, Texel, HollandRobbe, Nordsee, Texel, HollandRobben auf Steuerbord, oder heisst es Backbord? Egal. Robben!

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Fahrräder, fietsen, bikes, bicicletas

Fietsen, Amsterdam, HollandAmsterdam ist die Fahrrad-Stadt schlechthin. Alle sind mit diesem Verkehrsmittel unterwegs und überall stehen Fahrräder herum. Die meisten sehen eher schäbig aus und sind  mit einem riesigen Schloss angekettet. Beides sind Profilaxen gegen Diebstahl. Denn in Hollands Hauptstadt wechseln die Fahrräder oft ungefragt den Besitzer.

Auch wenn ich selbst in Amsterdam nicht Fahrrad gefahren bin, war ich von den vielen Drahteseln begeistert und habe sie oft und gerne fotografiert.

Fietsen, Amsterdam, HollandFietsen, Amsterdam, HollandFietsen, Amsterdam, HollandFietsen, Amsterdam, HollandFietsen, Amsterdam, Holland

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Zwischen Amsterdams Grachten

Grachten, Amsterdam, HollandFür einen Kurz-Urlaub ging es vergangene Woche für mich nach Holland (wer mir auf Instagram folgt, weiss das natürlich schon lange). Ich verbrachte drei Tage in der Hauptstadt und drei Tage auf einer Wattinsel. Die Zeit in Amsterdam war toll, verliebt habe ich mich jedoch in die Insel Texel. Dazu mehr in einem nächsten Post.

Wie immer, wenn ich eine Stadt besuche, bin ich kilometerweise gelaufen. Da meine Jugendherberge sehr zentral lag, habe ich die Metro genau zweimal benutzt: als ich mit meinem Gepäck ankam und als ich wieder abreiste. Alles andere konnte ich zu Fuss machen.

Besonders gefallen hat mir das viele Wasser. Durch Amsterdam ziehen sich unzählige Kanäle, die Grachten. Egal wohin man will, der Weg führt entweder an einer entlang oder über mehrere drüber. Auch die Häuser, deren liebevoll gestalteten Fassaden und mit Blumen und Pflanzen geschmückten Eingänge haben mich fasziniert. Ihnen habe ich eine Miniserie gewidmet. Die Bilder im Folgenden, gemischt mit einigen weiteren Impressionen der Stadt.

Tauben, De Dame, Amsterdam, HollandTauben auf dem Dam, dem zentralen Hauptplatz im Zentrum des mittelalterlichen Stadtkerns. Der hier im 13. Jahrhundert errichtete Damm im Fluss Amstel war Namensgeber für den Platz und für die gesamte Stadt.

Hausfassade, Amsterdam, HollandHausfassade, Amsterdam, HollandKatze, Garfield, Amsterdam, HollandHausfassade, Amsterdam, HollandGrachten, Enten, Amsterdam, HollandHausfassade, Amsterdam, Holland

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Zu Besuch beim Kaiser

Ich könnte schon wieder eine Abhandlung darüber schreiben, wieso es hier so still geworden ist. Mache ich aber nicht. Stattdessen zeige ich lieber einige Fotos aus Wien.

Die österreichische Hauptstadt besuchte ich vor knapp einem Monat. Zusammen mit dem Lieblingsmenschen verbrachte ich dort mein Geburtstagswochenende. Die Stadt ist – trotz den vielen Touristen – relativ entspannt, das Essen gut und die Schlösser beeindruckend. Wien hat mir, hat uns sehr gut gefallen.

Wien, FiakerIch habe in Wien gelernt, das Kutsche nicht Kutsche, sondern Fiaker genannt wird (wie man es ausspricht, weiss ich immer noch nicht). Aber wie wird dann der Kutscher genannt? Fiakerer?

Wien, Prater. RiesenradAls grosser Fan von Bahnen war der Besuch im Prater ein Muss. Das Riesenrad habe ich jedoch nur fotografiert. Gefahren bin ich lieber mit den etwas schnelleren Attraktionen. Auf eine musste ich alleine gehen, da der Lieblingsmensch sich weigerte mitzukommen. Laut ihm wird ihm auf allem, was sich dreht, schlecht. Ich hingegen glaube, dass er einfach ein bisschen Angst hatte.

Wien, Schlossgarten SchoenbrunnDas Schloss Schönbrunn bewunderten wir nur von Aussen. Statt uns 40 Prunkräume anzusehen, besuchten wir lieber den Zoo und genossen das schöne Wetter im Schlossgarten.

Wien, Schloss SchoenbrunnWien, Schlossgarten Schönbrunn, Irrgarten

WienWien, HundertwasserhausAuf einem unserer Stadtspaziergänge – wir sind kilometerweise gelaufen – besuchten wir das Hunderwasserhaus.

Wien, Spanische HofreitschuleAls Pferdenarr war auch ein Besuch in der Spanischen Hofreitschule Pflicht. Die Komentatorin der Show war nervig, die Reithalle wunderschön und die Kontrolle der Reiter über ihre Tiere beeindruckend.

Wien, Schlosspark BelvedereSpaziergang durch den Garten des Schlosses Belvedere.

WienWien hat – wie fast jede Stadt – viele schöne kleine Gassen und interessante Häuser. Aus meiner Sicht erlebt man eine Stadt am besten, wenn man alle, oder zumindestens fast alle Wege zu Fuss zurücklegt. So sieht man nicht nur die Empfehlungen des Reiseführerers, sondern auch die unspektakulären Winkel, zu denen man nicht gezielt hinfahren würde. Oftmals finde ich diese sogar interessanter als die grossen Touristenattraktionen.

Wien, Altstadt

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Der letzte Nationalpark

Manuel Antonio, Costa RicaDer Nationalpark Manuel Antonio war die letzte Station und der südlichste Punkt unserer Reise. Kurz vor Mittag kamen wir an. Als wir aus dem Auto stiegen, schlug uns eine unerträgliche Hitze entgegen und nach wenigen Minuten an der Sonne waren wir bereits verschwitzt. Und das ohne jegliche körperliche Anstrengung getätigt zu haben. Da wir noch nicht gleich in unser Zimmer konnten, vertrieben wir uns die Zeit in einem Café und Hendryk ass zu Mittag. Mir ging es zwar wieder bedeutend besser als noch in Monteverde, aber wirklich Lust auf feste Nahrung hatte ich nicht. Ich begnügte mich mit Cola, richtiger Cola. Also die mit der roten Etikette. Lustigerweise schmeckte mir das Orignal gar nicht. Nachdem ich jahrelang nur Cola light und zero getrunken hatte, haben sich meine Geschmacksknospen wohl zu sehr an die zuckerfreien Versionen gewöhnt.

Den Rest des Nachmittags verbrachten wir am Strand. Wir entschieden uns gegen den überbevölkerten vor Manuel Antonio und fuhren eine halbe Stunde weiter südlich, wo wir einen sehr schönen und vorallem menschenleeres Stück Küste entdeckten.

Racoon, Manuel Antonio, Costa RicaManuel Antonio, Costa RicaAm kommenden Tag standen wir früh – also vor 7 Uhr auf – da wir die kühleren Morgenstunden für ein Wanderung im Nationalpark nutzen wollten. Dieser Plan scheiterte kläglich: die Hälfte der Wege waren wegen Arbeiten gesperrt (den vollen Eintritt mussten wir natrürlich trotzdem zahlen) und bereits um 8 Uhr war es heiss und stickig.

Wir liefen alle Pfade ab, die wir betreten durften. Nach einer knappen Stunde waren wir durch und nassgeschwitzt. Auch wenn wir nicht besonders weit wandern konnten, sahen wir unterwegs einige Tiere: Affen, Waschbären und Tukane.

Squirrel Monkey, Manuel Antonio, Costa RicaCosta Rica, Manuel Antonio, StrandDen Rest des Morgens verbrachten wir zusammen mit unzähligen Einsiedlerkrebsen und einigen weiteren Touristen am Strand des Nationalparks.

Howler Monkey, Manuel Antonio, Costa RicaAm Nachmittag unternahmen wir eine Bootstour auf dem Meer, die mich nur bedingt begeisterte. Auf dem Boot ging es mehr um Alkohol und Essen als um die Aussicht und der Ort, an dem wir schnorcheln sollten, war ein Witz. Die Sicht unter Wasser war eine Katastrophe und zudem weigerten sich die Verantwortlichen, uns ohne Schwimmwesten ins Wasser zu lassen. Auf dem Rückweg sahen wir wenigstens nochmals Delfine.

Mangroven, Manuel Antonio, Costa RicaAn unserem letzten Tag unternahmen wir einen Ausflug in die Mangroven. Der Führer war äusserst sympathisch. Er wusste und erzählte viel über die Region, die Pflanzen und die Tiere. Zudem sahen wir eine ganze Horde Kapuziner-Affen und einen Basilisk.

Mangroven, Manuel Antonio, Costa RicaMangroven, Manuel Antonio, Costa RicaMangroven, Manuel Antonio, Costa RicaNach der Mangroven-Tour packten wir unsere Koffer und fuhren zurück nach San José. Am Tag darauf sassen wir bereits im Flieger zurück nach Zürich.

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Auf der Suche nach dem Quetzal

Von Playa Potrero fuhren wir weiter nach Monteverde. Die letzten 20 Kilometer der Strecke waren Schotterpiste und wir benötigten über eine Stunde für diesen Abschnitt. Gemäss unserem Reiseführer möchte der Staat seit langem eine bessere Zubringerstrasse nach Monteverde bauen, aber die Gemeinden wehren sich dagegen. Ihrer Meinung nach reguliert die schlechte Strasse die Anzahl Touristen, die den Nationalpark besuchen. Das mag stimmen, aber es gibt offensichtlich auch viele Touristen, die den Weg trotzdem auf sich nehmen. Denn Monteverde ist einer der wenigen Orte in Costa Rica, wo man den Quetzal, einen Vogel mit farbigem Federkleid, beobachten kann.

Mir war der Quetzal jedoch während unseren drei Tagen in Monteverde ziemlich egal, denn ich war krank. Bereits auf der Hinfahrt plagten mich Bauchschmerzen und auch die beiden darauffolgenden Tagen blieben sie mir erhalten. Es war nicht lustig. Wir unternahmen nur wenig, da sich für mich alles wie Folter anfühlte (nur schon im Bett liegen war unangenehm) und ich den halben Tag mit schlafen verbrachte.

Eine Vogelbeobachtungstour ist jedoch Pflicht und dieser konnte auch ich mich nicht entziehen. Solange man noch atmet, muss man in Monteverde mindestens einen Quetzal sehen. So schleppte ich mich am zweiten Morgen  in den Dschungel. Ich muss ausgesehen habe wie eine Leiche und mindestens so schlecht habe ich mich auch gefühlt. Zwischendurch fragte unser Guide den Lieblingsmenschen sogar, ob mit mir alles in Ordnung sei. War es natürlich nicht und der traurige Höhepunkt des Tages war für mich das Ende der Tour und die Vorfreude zurück ins Hotelzimmer zu kehren. Randnotiz: Wir haben tatsächlich mehrere Quetzals gesehen.

Quetzal, Monteverde, Costa RicaWährend der Vogelbeobachtungstour machte ich kein einziges Foto. Dies sagt sehr viel über meinen damaligen Gesundheitszustand aus. Das beste – aber kein gutes – Foto des Quetzals machte ich am darauffolgenden Tag, als wir für einen Spaziergang in den Nationalpark zurückkehrten. Den Vogel entdeckten wir noch auf dem Parkplatz.

Der beste Trick, um in Montverde Quetzals auf eigene Faust zu erspähen, ist immer in die Richtung zu blicken, in die alle Führer und Hobby-Ornitologen ihre Fernrohre richten.

Kolibri, Monteverde, Costa RicaKolibris sahen wir unzählige, da sie von Cafés mit Tränken angelockt werden. Ich finde diese kleinen Vögel mindestens so hübsch wie den Quetzal.

Nasenbär, Monteverde, Costa RicaAuch Nasenbäre gibt es in Costa Rica viele. Die meisten haben wir jedoch gesehen, während wir mit dem Auto unterwegs waren und nicht anhalten konnten. Auf der Strasse, die am Arenal-See entlang führt, mussten wir regelrecht aufpassen, damit wir keinen von ihnen überfuhren.

Monteverde, Costa RicaDer Ausblick bei der Weiterfahrt nach Manuel Antonio.

Costa RicaAuf dem Hinweg wunderten wir uns, als wir über die Brücke über den Rio Tarcóles fuhren, wieso soviele Touristen in die Tiefe starrten. Wenig später fanden wir in unserem Reiseführer die Erklärung: Im Fluss kann man unzählige Krokodile beobachten. Auf dem Rückweg mussten wir natürlich auch anhalten, um die riesigen Echsen zu sehen.

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