Vierzehnter und letzter Tag in Peking

Temple of heaven Beijing

Meinen letzten Tag in Beijing wollte ich nochmals möglichst gut ausnutzen. Aus diesem Grund stand ich heute Morgen einmal mehr um sechs Uhr auf. Mein Ziel war es, möglichst früh beim Himmelstempel zu sein. Die Beijinger nutzen die frühen kühlen Morgenstunden, um im Park Taichi zu praktizieren, Federball zu spielen und zu tanzen. Es ist spannend, sie dabei zu beobachten.

Ausserdem konnte ich so, gleich um acht, wenn die Halle des Erntegebets geöffnet wird, in die Tempelanlage und schaffte es, mehrere Fotos zu machen, bevor die Touristenmassen eintrafen. Die Ruhe war jedoch nach wenigen Minuten vorbei und eine Reisegruppe nach der anderen strömte in den Tempel. Diese paar Minuten waren das frühe Aufstehen jedoch wert.

Ich schaute mir die anderen beiden Anlagen nochmals an und machte mich anschliessend auf den Weg zum Ausgang. Als ich den Tempel um neun wieder verliess, standen die Menschen beim Eingang beinahe Schlange. Ich machte hingegen einen Spaziergang Richtung Tian’anmen, wo ich bei Starbucks frühstückte, bevor ich mich auf den Rückweg zum Hostel machte.

Heute Nachmittag plane ich, bereits zum dritten Mal in diesem Urlaub zur Nanluogo Xian zu gehen. Da diese Strasse nicht all zu weit entfernt ist von meinem Hostel, kann ich zu Fuss gehen und es ist ein schöner Spaziergang durch Hutongs und entlang des Houhai-Sees. Ausserdem habe ich noch einige Yuans, die ich ausgeben muss, bevor ich morgen früh ins Flugzeug nachhause steige.

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Dreizehnter Tag in Peking

798 Art District Beijing

Die Liste mit den Dingen, die ich unternommen habe, wird immer länger und die Liste mit den Dingen, die ich noch unternehmen will, immer kürzer. Trotzdem fällt es mir schwer zu glauben, dass morgen mein letzter Tag in Peking ist.

Den heutigen Tag widmete ich dem 798 Art District. Im Nordosten von Peking wurde eine alte Fabrik in unzählige Galerien umgewandelt; aufgelockert wird das ganze durch mindestens so viele Cafés und kleine Shops. Es sind überwiegend Ausstellung von lokalen Künstler. Zu sehen sind Statuen, Bilder sowie auch Fotos. Das meiste ziemlich modern, einiges ein bisschen absurd, anderes ernsthaft seltsam. Trotzdem gefielen mir viele Werke gut, auch wenn ich sonst nicht so leicht für Kunst zu begeistern bin.

Man sieht innerhalb von kurzer Zeit so viel, dass man irgendwann den Punkt erreicht, an dem man nicht mehr aufnahmefähig ist. Als ich soweit war, suchte ich mir ein Café und las eine Stunde, während ich einen der bisher besten Cappuccinos in Beijing genoss.

Anschliessend machte ich nochmals einige Galerien unsicher bevor ich mich auf den Nachhauseweg begab. Da es schon kurz vor fünf war, dauert dieser bedeutend länger als der Hinweg. Der Stossverkehr hatte eingesetzt und der Bus schlich nur mit Schritttempo vorwärts. Eher später als früher erreichte ich die Metrostation. Unter der Erde ging es schneller vorwärts und ich war innerhalb kurzer Zeit zurück im Hostel.

Einige Zeilen aus einer Fotosaustellung, die eine Retrospektive auf die vergangenen Jahrzehnten in China zeigte, blieben mir im Kopf hängen.

“So, from night to night
You die again and again, are born again and again
Life is connected and the horizon extended
Every story has a new beginning
So, begin, please”

Bei Dao, Sun of Every Morning

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Zwölfter Tag in Peking

Hutong Beijing

Bisher habe ich gedacht, dass Peking sich in den letzten fünf Jahren gar nicht so stark verändert hat. Klar, gibt es mehr Hochhäuser und die olympischen Stadien waren auch noch nicht da. Doch im allgemeinen wirkte die Stadt eher unverändert.

Ich vermute, es liegt daran, dass ich mich überwiegen in Hutongs aufhalte. In diesen Quartieren scheint, die Zeit still zu stehen. Die Menschen leben auf der Strasse. Sie essen, spielen und unterhalten sich draussen. Die Hutongstrassen sind genau aus diesem Grund besonders charmant. Man kann am Alltag der Chinesen teilnehmen, ohne in ihren Privatraum einzudringen oder ihre Sprache zu sprechen.

Heute unternahm ich einen weiteren Hutong-Spaziergang unter anderem durch Liulichang Da- und Dongxie. Zwei Strassen, die in der Nähe von dem Hostel liegen, in dem ich übernachtete, als ich das letzte Mal in Peking war. Anschliessend kam ich auf die Strasse, welche direkt zum Tian’anmen Platz führt. Ich erkannte sie nicht wieder. Erst als ich den Platz sah, glaubte ich, dass ich tatsächlich am richtigen Ort war.

Sie wurde seit ich das letzte Mal hier war, komplett umgestaltet. Früher war es eine normale Strasse mit Autoverkehr. Heute ist es eine Fussgängerzone mit lauter europäischen Shops wie Zara, H&M und so weiter. Die Strasse hat keinen Charme und wirkt deplatziert.

Einige Modernisierungen in Peking, welche von selbst gewachsen sind, wie zum Beispiel Nianluogo Xian scheinen in ihre Umgebung zu passen. Die Strasse, die zum Tian’anmen-Platz führt, tut dies definitiv nicht.

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Elfter Tag in Peking

Drum Tower Beijing

Heute besuchte ich am frühen Nachmittag die Drum- und Belltowers. Zwei breite Türme, die beinahe nebeneinander stehen und früher benutzt wurden, um die Zeit anzugeben. Der Belltower war nicht all zu interessant. Es ist einfach ein grosser Turm mit einer noch grösseren Glocke. Da man auf die Plattform mit der Glocke hochsteigen konnte, hatte man jedoch eine ziemlich gute Aussicht über die nahe gelegenen Hutongs.

Der Drum Tower gefiel mir besser. Im “ersten” Stock waren zahlreiche Methoden ausgestellt, welche die Chinesen früher benutzten, um Zeit zu messen. Zum Glück war ich zum richtigen Zeitpunkt im Turm und kam in den Genuss einer Trommelshow. Die Trommeln, welche gespielt wurden, erinnerten mich von der Grösse und der Spielweise ein bisschen an Taikos, die in Japan berühmt sind. Dank meiner Mutter, weiss ich jetzt, dass sie auch in China so heissen.

Anschliessend traf ich mich mit Alec, einem Australier den ich im Hostel kennengelernt habe. Wir tranken Cappuccino, in einem sehr schönen Café an der Nanluogo Xian und gingen anschliessend auf dem Houhai-Lake Pedalo fahren. Es war schön, einen Nachmittag lang Gesellschaft zu haben, inbesondere da ich alleine kaum ein Pedalo gemietet hätte.

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Zehnter Tag in Peking

Olympia Beijing Bird's nest herzog & de meuron

Heute Morgen war der Himmel endlich einmal blau. Da ich nicht damit rechnen kann, dass das nochmals der Fall sein wird, bevor ich nach Hause muss, nutze ich das Wetter und fuhr zu den olympischen Stadien. Ich wollte insbesondere das Vogelnest von Herzog & de Meuron sehen. Während den olympischen Spielen wurde in der Schweiz ausgiebig darüber berichtet und ich war sehr gespannt, es in echt zu sehen.

Rund um die diversen Stadien wurden speziell Strassen und grosse Plätze konstruiert. Bis auf einige Touristen ist jetzt, da die olympischen Spielen vorbei sind, jedoch alles ausgestorben. Auf den Strassen fahren keine Autos, was sehr aussergewöhnlich ist für China. Normalerweise sind die Strassen selbst in den frühen Morgenstunden gut befahren. Das ganze hatte ein bisschen eine Geisterstadt-Aura.

Da ich nicht wirklich Lust auf mehr Sehenswürdigkeiten hatte, beschloss ich am Nachmittag den Zoo zu besuchen. Ich habe noch nie einen Panda gesehen und wollte dies unbedingt nachholen. Zufolge meines Reiseführers sollte der Zoo, bis auf die Pandagehege nicht wirklich sehenswert sein. Aus diesem Grund beschlosss ich von Anfang an, nur die Bären anschauen zu gehen.

Die Pandagehege waren in Ordnung, aber nicht toll. Die Bären zeigten dieses typische Stereotype-Verhalten von Tieren in Gefangenschaft. Wirklich glücklich schienen sie nicht zu sein. Die Informationen zu den Pandas, die zum Glück in Chinesisch und Englisch waren, waren jedoch interessant.

Ich beschloss noch kurz einen Blick auf die anderen Gehege zu werfen. Einen Plan den ich schnell aufgab. Die Gehege sind grauenhaft und das Verhalten der Chinesen noch schlimmer. Ein kleiner Panda schlief friedlich auf einem Ast. Alles was den Chinesen einfiel, war an die Scheibe zu donnern, um in zu wecken. Er schien, dieses Verhalten wohl gewohnt zu sein und schlief unbeirrt weiter.

Ich werde mich nicht weiter zum Umgang der hiesigen Landsleuten zu Tieren äussern. Die Dinge sind, wie sie sind.

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Neunter Tag in Peking

Great Wall BeijingHeute unternahm ich einen weiteren Ausflug zu der chinesischen Mauer. Es war wieder eine organisierte Tour. Dieses mal aber nicht vom Hostel sondern von einem Chinesen. Unter der Woche hat er einen anderen Jo. Er sagte, er mache diese Toure als Hobby nebenbei. Ich vermute jedoch stark, dass auch der finanzielle Aspekt, Teil der Motivation ist.

Ich erwischte eine Gruppe mit sechs Arbeitskollegen, die aus den Vereinigten Staaten und Taiwan kamen, und hier mithelfen, eine Glasfabrik aufzubauen. Es war spannend mit Leuten zu reden, die schon längere Zeit in Peking sind und mehr Einblick in den chinesischen Alltag haben.

Wir besuchten die chinesische Mauer an einer Stelle, wo sonst nur sehr wenige Touristen waren. Wir sahen lediglich zwei chinesische Gruppen. Ich genoss es , die Mauer ein bisschen mehr für mich zu haben. Besonders gut gefiel mir, dass rundherum nur Wald zu sehen war. Das Wetter war neblig und ziemlich kalt. Da die Mauer aber auch hier überwiegend steil war, kamen wir trotzdem ins Schwitzen.

Nach einem sehr guten Mittagessen in einem lokalen Restaurant gingen wir reiten. Dies war der eigentliche Grund, wieso ich mich für diese Exkursion angemeldet habe.

Es war eine gemischte Erfahrung. Einerseits geniesse ich es jedesmal sehr, wieder auf einem Pferderücken zu sitzen, andererseits habe ich Mühe, wie die Menschen hier mit Tieren umgehen. Die Pferde waren wenigstens gut genährt und ihr allgemeiner Zustand schien, nicht all zu schlecht zu sein. Ich hätte mir jedoch gewünscht, dass die Besitzer, die uns begleiteten, einen sanfteren Umgang mit den Tieren gepflegt hätten. Aber in einem Land, in dem nicht einmal immer Menschenrechte beachtet werden, kann man wohl nicht erwarten, dass sie Tierrechte respektieren.

Es war trotzdem ein schöner Tag. Jetzt bin ich müde und zufrieden zurück im Hostel und höre wie es draussen donnert. Ich hoffe, dass es über Nacht regnet, so dass ich morgen vielleicht von einem blauen Himmel profitieren kann. Bisher war die allgemeine Farbe mehr Grau. Zum Fotografieren ist dies leider nicht optimal.

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Achter Tag in Peking

Panjiayuan market, Beijing

Da es gestern später geworden war, schlief ich heute aus. Kurz vor Mittag machte ich mich auf den Weg zum Panjiayuan Market. Ein riesiger Floh-, Antiquitäten- und sonstiger Markt, auf dem alles mögliche verkauft wird; von Poster aus der Kulturrevolution über Jade-Schmuck bis zu alten Grammophonen.

Im Gegensatz zum Pearl- und Silkmarket, wo ich gestern war, konnte ich hier in aller Ruhe zwischen den Ständen hindurch schlendern und die Kuriositäten und den Ramsch begutachten. Da es beinahe schönes Wetter war, macht dies umso mehr Spass. Tatsächlich fand ich zwei Dinge, die mir gefielen und bei denen die Preisvorstellung des Verkäufers nach vielem Feilschen mit meiner vereinbar war.

Eines davon ist ein alter sehr kleiner Vogelkäfig (Singvögel werden in China in solchen gehalten). Wie ich den in die Schweiz bringe, ohne dass der Zoll das Gefühl hat, ich schmuggle in meinem Rucksack lebendige Vögel oder importiere Vogelgrippe, ist mir noch unklar. Ich werde es wohl einfach versuchen und hoffen, dass sie ihn mir nicht abnehmen und wenn schon, Pech gehabt.

Morgen mache ich einen zweiten Ausflug zur Chinesischen Mauer. Dieses mal werde ich auf dem Pferderücken zu ihr gelangen. Ich bin sehr gespannt darauf, wie dieser Ausflug wird.

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Siebter Tag in Peking

* Der Text erscheint etwas verspätet, da ich gestern noch mit einigen Leuten von Couchsurfing weg war. Als ich nachhause kam, war es schon später und ich war zu müde den Artikel noch aufzuschalten.

Der Wetterbericht für heute sagte Regen voraus. Tatsächlich war es am Ende weniger nass, wie prophezeit, aber es tröpfelte ab und zu und der Himmel war verhangen.

Da ich dem Pearl und dem Silk Market sowieso einen Besuch abstatten wollte, entschied ich mich, dass dies mein heutiges Schlecht-Wetter-Programm sein sollte. Diese beiden Märkte sind eine Sache für sich. Im Prinzip sind beides mehrstöckige Gebäude. Auf jedem “Floor” befinden sind zahlreiche Stände an denen unterschiedliche Produkte wie Kleider, Schuhe, Taschen, Schmuck, angeboten werden.

Leider ist es unmöglich, ungestört durch die Stände zu schlendern und die feilgebotenen Dinge zu betrachten. Man braucht noch nicht einmal etwas von einem Stand ein bisschen länger anzuschauen und die Händler versuchen bereits einem ihre Ware lautstark anzudrehen.

Es ist ein anstrengendes Shopping-Erlebnis, insbesondere da man auch um den Preis feilschen muss. Der erste Preis, der einem genannt wird, übertrifft den “richtigen” Preis meist um ein vielfaches. Es ist schwierig einen Preis auszuhandeln, da man – zumindest ich – nicht weiss, was die Sachen tatsächlich wert sind. Meistens hat man am Ende doch noch das Gefühl eher zuviel gezahlt zu haben. Aber naja… Die Zeit verging sehr schnell und ich habe einige Sachen für mich und für meine lieben Menschen zuhause erstanden.

Da ich nach einigen Stunden in diesen vollgestopften Einkaufszentrum frische Luft benötigte, ging ich nicht gleich auf der nächsten Station auf die Metro, sondern lief zu einer die weiter entfernt war. Unterwegs sah ich ein Peking, das weit entfernt ist, von dem was man auf Postkarten sieht. Es hat weder den Charme von den alten Hutong-Quartiere noch die Moderne von den grossen Einkaufsstrassen im Zentrum. Es ist kalt, hart und grau. Ein Wohnblock steht neben dem anderen und die Strassen sind nicht voller Leben wie überall sonst. Auch das ist Peking. Es ist eine Seite dieser Stadt, die ich bisher noch nie so wahrgenommen habe.

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Sechster Tag in Peking

Lama Temple BeijingHeute Morgen besuchte ich den Lama Tempel. Da das Wetter die nächsten zwei Tagen regnerisch sein soll, wollte ich es heute nochmals richtig ausnützen, dass es nur leicht bewölkt war.

Der Tempel ist gross und beeindruckend. Dank einem Audio-Guide erhielt ich Informationen über die einzelnen Gebäude und Statuen. Da ich mich im Buddhismus nicht auskenne, benötigte ich sie dringend, um zu verstehen, was ich sah.

Die Anlage war sehr gut besucht. Da sie aber relativ weitläufig ist, kam man sich nur selten in den Weg. Die Tempel werden nach wie vor auch noch in ihrem ursprünglichen Sinn genutzt: einerseits von Mönchen andererseits aber auch von Chinesen, die Räucherstäbchen anzünden und beten.

Nachdem Tempelbesuch ging ich zu Fuss nach Nanluogo Xian. Nanluogo Xian ist eine Strasse in einem Hutong, welche viele spezielle Boutiquen und westliche Cafés beherbergt. Die ersten Mitbringsel für den Lieblingsmenschen und meine Familie konnte ich dort bereits besorgen.

Ich bereue bereits seit ich hier angekommen bin, dass ich mein Taschenmesser in der Schweiz vergessen habe. Ein Messer zu haben, ist immer wieder praktisch. Da ich gestern einen Fruchtladen ganz in der Nähe entdeckte, kaufte ich mir auf dem Nachhauseweg vom Summer Palace kurz entschlossen ein Rüstmesser und verspeiste am Abend meine erste Drachenfrucht.

Heute fand ich keine 200 Meter vom Hostel entfernt einen riesigen Markt. Von den Früchten, die sie verkaufen, kenne ich nicht einmal die Hälfte. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass ich im Sinn habe, mich die nächsten Tage von exotischen Früchten zu ernähren werde.

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Fünfter Tag in Peking

Summer Palace BeijingHeute unternahm ich etwas sehr touristisches. Ich besuchte den Summer Palace, der etwas ausserhalb vom Stadtzentrum von Peking liegt. Früher sind die Kaiser dorthin geflohen, wenn die Hitze in der verbotenen Stadt im Sommer unertragbar wurde.

Mit dem Ziel, den grossen Massen an Touristen aus dem Weg zu gehen, stand ich früh auf und war bereits um 9.00 Uhr beim Palast. Leider funktioniert mein Plan nicht. Ich war wohl bei Weitem nicht die einzige mit dieser Idee.

Der Eingangsbereich und die Hauptsehenswürdigkeiten waren überlofen. Damit meine ich nicht, dass es noch einige andere Touristen da hatte. Es waren Mengen, grosse Mengen. Teilweise war es schwierig, durch die Eingänge in die Gebäude zu kommen. Da es überwiegend chinesische Touristen waren, war der Lärmpegel entsprechend. So etwas wie andächtiges Schweigen oder zumindest leise Sprechen in Gebäuden mit kultureller und historischer Bedeutung ist den Menschen hier fremd.

Sobald ich mich aber entlang des Kunming Sees weg von den Hauptgebäude bewegte, wurden die Touristen weniger und die Stille grösser. Ich genoss einen ausgedehnten Spaziergang unter Weiden um den ganzen See. Als ich den Park wieder verlies, waren fünf Stunden vergangen.

Da ich am Morgen auf dem Weg in den Summer Palace einen Starbucks gesichtet hatte, musste ich auf dem Rückweg dort einen Stopp einlegen. Ich finde, es sagt viel über eine Kultur aus, wie der Starbucks im entsprechenden Land schmeckt. Da ich immer dasselbe bestelle, kann ich das sehr gut vergleichen.

Zufolge des ersten Versuchs schmeckt ein “Tall Cappuccino” gut, jedoch ein kleines bisschen anders wie in der Schweiz. Was genau den Unterschied ausmacht, kann ich noch nicht sagen. Um ein abschliessendes Urteil fällen zu können, werde ich das Experiment noch mindestens einmal wiederholen müssen.

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