Ein neues Kleid für den Blog

Free-font, FranksEs war Freitag vor einer Woche. Ich habe für Arbeit nach speziellen Schriften gesucht und bin dabei auf Franks, eine Freefont vom Schweizer Grafiker Philippe Moesch gestossen. Und ich war begeistert, nein verliebt. Denn diese Schrift ist in meinen Augen schlicht perfekt: modern, clean und doch speziell. Meine Begeisterung kannte keine Grenzen und ich beschloss noch am selben Tag, Franks zur neuen Titelschrift von «Splitter von Glück» zu machen.

Und wie immer, konnte ich, sobald ich mal angefangen hatte, im Stylesheet meines Blogs zu basteln, nicht mehr aufhören. Die neue Schrift war dank der Hilfe des Lieblingsmenschen nach wenigen Minuten installiert. Dann kam aber immer noch etwas dazu und bevor ich mich versah, waren mehrere Stunden vergangen. Am Ende sass ich fast das ganze Wochenende vor dem Computer. Teilweise alleine und wenn ich an meine Grenzen stiess zusammen mit dem Lieblingsmenschen. Erst am Montagabend erklärte ich das Projekt «Optimiertes Bloglayout» als beendet.

Bloglayout, Splitter von GlückDie Grundstruktur von «Splitter von Glück» liess ich unverändert, da ich mit dieser glücklich bin. Abgesehen davon und von den Schriftfarben sieht aber alles ein bisschen anders aus wie vor einer Woche.

Im Folgenden eine Zusammenfassung der Änderungen:

Schriften
Für die Titel verwende ich neu Franks statt Centruy Gothic. Dadurch komme ich endlich von den üblichen Standardschriften los und setze auf eine Schrift, die einzigartig ist. Gleichzeitig habe ich auch die Schrift des Lauftextes angepasst. Neu ist sie serifenlos. Ich habe mich dazu entschieden, da ich möchte, dass mein neues Layout moderner und frischer wirkt.

Bilder
Meine Motivation zum Bloggen sind Bilder. Seien es Ferienschnappschüsse oder Projekte, ich zeige die Fotos, die ich aufnehme, gerne. Damit meine Bilder mehr Raum erhalten, werden sie neu grösser dargestellt. Dadurch muss man leider ein bisschen mehr scrollen. Aber ich hoffe, dies ist zumutbar. Zudem habe ich mich vom Trauerrand um die Bilder verabschiedet.

Portraitfoto
Mein altes Portraitfoto war bereits zwei Jahre alt und damit schon lange nicht mehr aktuell. Es war also an der Zeit, mich wieder mal vor die Kamera zu stellen und dieses zu ersetzen. Da mir das neue Bild in Farbe besser gefällt, habe ich zum ersten Mal kein schwarz-weisses Foto  in der oberen rechten Ecke.

Leah WunschsteinÜber mich
Meine «Über mich»-Seite habe ich seit über drei Jahren nicht mehr ernsthaft überarbeitet. Das Foto habe ich zwar ab und zu ausgewechselt, der Text blieb aber immer derselbe. Der Grund: Über sich selbst zu schreiben, finde ich schwierig, deshalb habe ich mich immer davor gedrückt, diese Zeilen neu zu verfassen. Nun habe ich mich aber endlich aufgerafft und dies getan.

Über mich, Leah WunschsteinSidebar
Die Elemente der Sidebar habe ich neu sortiert und einige Titel sowie Abstände angepasst. Dies unter dem Motto «Wenn ich schon mal dran bin, kann ich das gleich auch noch machen».

Zudem habe ich noch ein paar ältere Fehler im Layout entdeckt und der Lieblingsmensch hat diese behoben.

Und von all denen, die bis hier durchgehalten haben, würde mich eines interessieren: Was haltet ihr von den Änderungen? Gefällt euch das neue Layout? Und gibt es noch Dinge, die ich ändern oder verbessern sollte?

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Wale auf Back- oder Steuerbord

Teneriffa, Los Gigantes, GrindwaleAuch wenn ich Back- von Steuerbord nie unterscheiden werden kann, so bin ich doch gerne auf dem Wasser unterwegs. Als wir auf Teneriffa herausfanden, dass im Meer vor los Gigantes Grindwale und Delfine leben, war klar, dass wir einen Bootsausflug machen mussten.

Am Morgen unseres letzten Tages ging es dann aufs Schiff. Etwa eine halbe Stunde nachdem wir die Hafenmauer hinter uns gelassen hatten, tauchte auch bereits eine Schule Grindwale neben uns auf. Sie schwammen am Boot entlang und unter ihm hindurch. Teilweise so nahe, dass ich mit meinem Teleobjektiv an den Anschlag kam.

Teneriffa, Los Gigantes, GrindwaleWale zu fotografieren, ist schwierig. Man weiss nie, wann und wo sie auftauchen. Auf den Bildern, sieht man dann meist nur Rückenflossen und ganz viel Meer. Ausser man ist  Profi oder hat grosses Glück. Aus diesen Gründen lasse ich die Kamera in diesen Situation oft in der Tasche und geniesse den Anblick der Tiere einfach so. Auf Teneriffa hatte ich jedoch Lust, es wieder einmal zu versuchen. In rund 100 Aufnahmen sind zwei dabei, die ich passabel finde, und eine, mit der ich wirklich glücklich bin.

Teneriffa, Los Gigantes, GrindwaleKurz nach dem Mittag liefen wir wieder im Hafen ein. Da wir keine Lust auf eine weitere Wanderung hatten, fuhren wir stattdessen nochmals mit dem Auto Richtung Teno-Gebirge. Vorbei an Masca ging es weiter nach Garachico.

Im kleinen Küstenort im Nordwesten der Insel machten wir Halt, tranken Kaffee, besuchten einige Souvenirläden, schlenderten am Wasser entlang und durch die Gassen.

Anschliessend ging es zurück nach los Gigantes. Am Abend assen wir im Rincón de Juan Carlos ein zehngängiges Menu. Jeder Teller schmeckte besser als der vorherige. Es war ein würdiger Abschluss unseres Urlaubs.

Teneriffa, GarachicoTeneriffa, GarachicoTeneriffa, Garachico

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Wanderung zu den Strandkatzen von Masca

Teneriffa, Playa de Masca, KatzeDie Wanderung zum Strand von Masca war der schönste und abenteuerlichste Ausflug unseres Teneriffa-Urlaubs. Schön, da der Weg die ganze Zeit durch eine Schlucht führte; abenteuerlich aus demselben Grund: Wir mussten immer wieder den Fluss von Stein zu Stein hüpfend überqueren, auf allen vieren über Felsen klettern und den schlecht markierten Weg suchen. Dazu kamen noch etwa 700 Höhenmeter; zuerst runter und dann wieder hoch.

Teneriffa, Teno-GebirgeUnsere Wanderung begann in Masca im Teno-Gebirge. Bereits die Anfahrt über eine enge Passstrasse war beeindruckend. Da wir wussten, dass ein längerer Weg vor uns lag — unser Reiseführere meinte gar 6,5 Stunden reine Gehzeit — waren wir früh aufgestanden. Ein Parklplatz vor dem Bergdorf zu finden, war deshalb kein Problem und auf dem Weg durch die Schlucht zum Strand begegneten wir fast niemandem. Nach rund 2,5 Stunden waren wir auf Meereshöhen.

Wir machten Pause und ich versuchte mit den scheinbar wildlebenden, aber zutraulichen Katzen Freundschaft zu schliessen. Sie waren mehr daran interessiert, gestreichelt als fotografiert zu werden. Meine Prioritäten waren genau umgekehrt. Wobei unbekannte Katzen zu streicheln auch nicht schlecht ist, solange man dabei nicht über Flöhe und Tollwut nachdenkt.

Teneriffa, Playa de Masca, KatzeTeneriffa, Playa de MascaTeneriffa, Playa de MascaKurz nach dem Mittag machten wir uns auf den Rückweg. Die Ruhe in der Schlucht war nun aber dahin. Während wir zurück nach Masca liefen, kamen uns unzählige Reisgruppen entgegen. Da der Weg zum kreuzen meist zu schmal war, mussten wir häufig warten und die Touristen-Horden vorbeiziehen lassen. Auf die Idee uns aus dem Weg zu gehen — zwei durchzulassen dauert weniger lang als 15 — kamen die wenigsten.

Da man nicht gezwungen ist, den Abstieg und den Aufstieg zu machen — wer will, kann sich am Strand von einem Boot abholen lassen — ist die Route beliebt für Völkerwanderungen. In der Schlucht waren so dann auch unzählige Menschen unterwegs, die noch nicht einmal wissen, was ein Wanderschuh ist. Leider ist dies keine literarische Übertreibung: Wir sahen Männer in Chucks und Damen in Sandalen. Und dies auf einem Weg, der häufiger als nicht keiner ist, sondern sich nur durch die nächste Markierung auf dem Stein definiert.

Masca-Schlucht: Blick nach obenGut 2,5 Stunden nach unserem Aufbruch am Strand waren wir zurück im Bergdorf. Mit müden Oberschenkeln und verschwitzten Kleidern, aber glücklich. Ein eiskaltes Pepsi (nicht einmal Cola) hat schon lange nicht mehr so gut geschmeckt.

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Die bezaubernden Landschaften der Hochebene am Teide

Teneriffa, Teide NationalparkDie Hochebene am Teide. Das war Liebe auf den ersten Blick. Ich lernte sie kurz nach unserer Ankunft auf Teneriffa kennen. Als wir für unsere erste Nacht auf die andere Seite der Insel fahren mussten, durchkreuzen wir sie. Es war damals bereits um mich geschehen. Besonders verliebt habe ich mich in das Spiel der Wolken. Sie zogen die steilen Inselflanken hinauf und drangen einige Male bis auf das Hochplateau vor.

Teneriffa, Teide Nationalpark, Nebel

eneriffa, Teide Nationalpark, Roques de Garcíaeneriffa, Teide NationalparkDen fünften und der sechsten Tag auf Teneriffa verbrachten wir dann ganz auf der  Hochebene. Wir unternahmen an beiden Tagen Wanderungen, da dies immer noch die beste Form ist, um Landschaften nicht nur zu sehen, sondern zu erleben. Besonders die zweite Wanderung um die Roques de García (bizarr geformten Türme aus vulkanischem Gestein) hat mir sehr gut gefallen.

Teneriffa, Teide Nationalpark, Roques de GarcíaAm selben Tag standen wir dann auch noch auf dem höchsten Gipfel Spaniens, dem Teide. Den Aufstieg zu Fuss auf den Vulkan hatten wir uns nicht zugetraut, deshalb fuhren wir mit der Seilbahn nach oben. Lustigerweise kommt diese genau wie wir aus der Schweiz.

Wir mussten für die Fahrt zwar über eine Stunde anstehen und ein kleines Vermögen ausgeben, aber es hat sich gelohnt. Die Aussicht auf dem Gipfel war traumhaft. Wir sahen die Wolken, das Meer sowie einige der umliegenden Inseln. All zu lange konnten wir sie jedoch nicht bestaunen, denn an exponierten Stellen war es durch den heftigen Wind bitterkalt. Ohne meine Ski-Unterwäsche wäre ich wohl einmal mehr fast verfroren. Zum Glück hatte ich mich nicht davon abbringen lassen, sie einzupacken, als der Lieblingsmensch mich deshalb ausgelacht hatte.

Teneriffa, Teideeneriffa, Teide NationalparkNebel und Baeume

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Tausend und einen Papagei

Ich fotografiere gerne Tiere. Die Geduld einem Rotkehlchen drei Stunden im Wald nachzustellen, habe ich aber nicht. Und selbst wenn ich sie aufbrächte, wäre ich mit einem Bild, auf welchem das Vögelchen so klein ist, dass man nur mit Fantasie erkennt, dass es einen Schnabel hat, nicht wirklich glücklich. Und ich müsste dann ein noch schwereres und teureres Teleobjektiv besitzen und mit mir herumschleppen. Und zudem ist es mir die Hälfte des Jahres zu kalt im Wald.

Teneriffa, Loro Parque, HalsbandsittichDeshalb fotografiere ich gerne im Zoo. Man mag argumentieren, dass sei nicht dasselbe, wie wenn einem in der Wildnis eine tolle Aufnahme eines Wildtiers gelingt und ich stimme dem durchaus zu. Aber ich fotografiere trotzdem gerne im Zoo. Denn im Zoo kann man schöne Bilder von Tieren machen. Und man muss sich für sie, nicht drei Stunden in ein Tarnzelt legen.

Aber eigentlich wollte ich nicht übers Fotografieren im Zoo und in der Wildnis philosophieren, sondern berichten, dass wir an unserem vierten Tag auf Teneriffa eine Wanderpause eingelegt und den Loro Parque in Puerto de la Cruz besucht haben. Ich war also im Zoo. Und ich habe fotografiert.

Teneriffa, Loro Parque, EdelpapageiTeneriffa, Loro Parque, EdelpapageiManchmal lernt man dabei, besser gesagt beim Googlen im Nachhinein sogar dazu. Die beiden Papageien — der rot-blaue und der grün-rote — gehören nämlich tatsächlich zur selben Art. Bei Edelpapageien sieht das Männchen komplett anders aus als das Weibchen. Die Vögel haben mit ihrem unterschiedlichen Aussehen aber nicht nur mich getäuscht; früher hielt man sie für zwei verschiedene Arten.

Teneriffa, Loro Parque, Jandaya SittichIm Loro Parque leben — wie der Name denjenigen, die Spanisch sprechen, schon sagt — unzählige Papageien, aber es gibt auch noch ein paar andere Tiere.

Teneriffa, Loro Parque, QualleTeneriffa, Loro Parque, Gorilla

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Unter dem Baum der Seelen

Teneriffa, Aguamansa

Am dritten Tag gingen wir in der Nähe von Aguamansa wandern. Eigentlich hatten wir eine lockere Rundwanderung geplant. Eigentlich. Nachdem wir den Aufstieg von einer knappen Stunde hinter uns hatten, stellte sich heraus, dass der Höhenweg, der uns zu speziellen Steinformationen bringen sollte, gesperrt war. Als gute Schweizer — der Lieblingsmensch hat zwar den falschen Pass, aber die richtige Einstellung — wagten wir uns nicht, uns über das Verbot hinwegzusetzen. Wir hatten zwei Optionen: Umdrehen oder dem Weg, auf dem wir waren, den Berg hinauffolgen.

Pilze am BodenDer Versuch mit dem Iphone herauszufinden, wohin er führt, blieb leider ohne Erfolg. Der Empfang war schlecht und ich konnte beinahe zuschauen, wie mein Akku sich leerte. Da wir trotzdem keine Lust hatten bereits zum Auto zurückzukehren, beschlossen wir weiterzugehen. Wir gaben uns zwei Stunden. Dann würden wir umdrehen.

Teneriffa, AguamansaBevor die Zeit abgelaufen war, erreichten wir jedoch nach einem langen Aufstieg die Kammhöhe der Insel und die Strasse, auf der wir am Tag davor durch den Teide Nationalpark gefahren waren. Hier auf knapp 2’000 m ü. M. konnten wir das Meer auf der anderen Seite der Insel sehen. Es war toll. Natürlich blieb uns trotzdem nichts anderes übrig, als wieder über denselben Weg zurück zu nehmen. Es fühlte sich aber gut an, nicht einfach inmitten des Aufstiegs eine 180°-Drehung zu machen, sondern erst nachdem wir oben angekommen waren.

Auf der KammhöheAuf dem Rückweg konnten wir dann auch die Aussicht und den tollen und vorallem abwechslungsreichen Wald, durch den wir liefen, besser geniessen. Insbesondere das letzte Stück kurz vor der Caldera de Aguamansa warwunderschön. Die Bäume, die mit unzähligen Flechten bedeckt waren, erinnerten mich ein bisschen an den Baum der Seelen aus Avatar. Ja ja, ich weiss. Ich bin ein Nerd.

Teneriffa, Aguamansa, WaldTeneriffa, Aguamansa, PilzeAm Nachmittag besuchten wir noch das Dorf la Orotava. Dieses ist natürlich ausgerechnet an einem Hügel gebaut, so dass wir auch bei unserem Stadtspaziergang hinauf- und herunterlaufen mussten. Unsere Beine protestierten auch nur ein bisschen.

Teneriffa, la OrotavaTeneriffa, la Orotava

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Unterwegs im Anagagebirge

Teneriffa, Parque Nacional del TeideNachdem wir in Teneriffa gelandet waren, beschlossen wir nicht auf der schnellsten Route nach los Realejos, wo sich unsere erste Unterkunft befand, zu fahren, sondern einen Umweg durch den Parque Nacional del Teide zu nehmen. Die Strassen waren kurvig und wir kamen nur langsam voran. Die Entscheidung stellte sich aber trotzdem als richtig heraus, denn wir wurden mit einem ersten Blick auf den Teide und vielen weiteren schönen Aussichten belohnt.

Teneriffa, AnagagebirgeDer Lieblingsmensch und ich hatten die Kanareninsel unter anderem deshalb als Reisziel ausgesucht, da sie den Ruf hat, ein Wanderparadies zu sein. Natürlich war ein noch wichtigeres Argument, dass die Temperaturen auf Teneriffa auch im November noch verhältnismässig hoch sind. Ersteres wollten wir gleich an unserem zweiten Tag auf die Probe stellen. Wir entschieden uns erstmals für eine kürzere Tour im Anagagebirge im Norden der Insel und wanderten von Las Carboneras nach Chinamada und zurück. Der Hinweg führte durch den Wald vorbei an einem Schafhof zum Aussichtspunkt Aguaide, von wo aus wir bis nach Punta del Hídalgo sahen.

Teneriffa, Anagagebirge, SchafeTeneriffa, HauswurzTeneriffa, Punta del HidalgoDer Rückweg war kürzer und weniger interessant: Von Chinamada ging es der Strasse entlang nach las Carboneras. Diese erste Ausflug hatte unter Beweis gestellt, dass sich die Insel zum Wandern eignet: Die Wege waren relativ gut beschildert und die Beschreibungen in unserem Reiseführer gut genug, damit wir uns nicht verliefen. Nur die Zeitangaben stimmten nicht. Wir waren bedeutend schneller zurück in las Carboneras, als erwartet.

Teneriffa, Anagagebirge, WaldWir beschlossen trotzdem, dass wir für den Tag genügend gelaufen waren und fuhren mit dem Auto weiter zum Strand Roque de las Bodegas. Wir bewunderten das Meer — als Binnenland-Bewohnerin übt es auf mich jedesmal eine grosse Faszination aus – und assen zu Mittag. Die Camerones al ajillo und der Mojo verde und rojo waren gut. Der viele Knoblauch lag mir aber bis am Abend auf.

Teneriffa, Roque de Las Bodegas Teneriffa, Roque de las BodegasAuf dem Rückweg nach los Realejos machten wir noch einen Halt in San Cristobal de la Laguna. In unseren Outdoor-Klamotten fühlten wir uns in der hübschen kleinen Stadt eher deplaziert. Vielleicht lag es daran, dass ich keine Lust hatte Fotos zu machen.

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2014: Zum ersten Mal

Wie auch 2013 schaffte ich es erneut nicht, meinen Jahresrückblick für 2014 vor dem Jahreswechsel zu schreiben. Da er aber beginnt Tradition (2012, 2011) zu haben, will ich diese nicht unterbrechen und verfasse meine Zusammenfassung des vergangenen Jahres einfach mit zwei Tagen Verspätung.

Ich befürchte, ich bin noch nie so häufig geflogen wie 2014.

Costa Rica
Im März war ich zum ersten Mal in Zentralamerika. Mit dem Lieblingsmenschen verbrachte ich zwei interessante und wunderschöne Wochen in Costa Rica. Natürlich machten wir nicht Club-Urlaub, sondern unternahmen eine Rundreise. Wir besuchten Nationalparks und wanderten viel.

Österreich, Wien

Im Mai ging es für ein langes Wochenende zum ersten Mal in Österreichs Hauptstadt Wien.

Niederland, Texel

Einen Monat später verbrachte ich eine Woche alleine in Amsterdam und auf Texel. Es war mein erster Aufenthalt in den Niederlanden.

Teneriffa, Parque Nacional del Teide

Im November flogen wir für 10 Tage zum ersten Mal auf die kanarische Insel Teneriffa. Erneut wanderten wir viel, standen auf dem höchsten Gipfels Spanien, sahen Grindwale, besuchten den Zoo Loro Parque und das Wasserrutschen-Paradies Siam Park.

Italien, Florenz

Im Oktober fuhr ich mit Arbeit für ein Wochenende nach Florenz. Auch diese Stadt besuchte ich dieses Jahr zum ersten Mal. Für diesen Ausflug nahmen wir jedoch den Zug und nicht das Flugzeug.

Das wichtigste und grösste erste Mal von 2014 war mein Jobwechsel. Im Frühling fand ich einen neuen Arbeitgeber und im Sommer trat ich meine neue Stelle an. Es war das erste Mal, dass ich einen Job kündete, weil ich mich für einen neuen entschieden hatte. Für mich war es ein grosser Schritt, denn ich mochte meinen alte Arbeit bis zum Schluss sehr. Aus einer guten Situation in die Ungewissheit aufzubrechen, war mit viel Unsicherheit verbunden. Es kam aber alles gut und ich bereue meinen Entschluss nicht.

Polterabend

Diesen Sommer heiratete eine gute Freundin und ich war zum ersten Mal auf einen Polterabend eingeladen. Auf dem Programm stand das Giessen von Schokoladen-Higheels und das Verzieren von Pralinés. Da ich Schokolade vor einigen Jahr die Freundschaft gekündet hatte, konzentrierte ich mich darauf,  das Ganze in Bildern festzuhalten.

Zoo Zürich, Omisha

Mit dem Lieblingsmenschen besuchte ich im Herbst den Zürcher Zoo. Dies war natürlich kein erstes Mal, da wir mindestens einmal pro Jahr dorthin fahren. Wir sahen aber zum ersten Mal die neue Elefanten-Anlage Kaeng Krachan und den Baby-Elefanten Omisha.

Solothurn, Weissenstein, Hasenmatt

Nachdem ich in meinen Urlauben mit dem Lieblingsmenschen gelernt habe, dass wandern gar nicht doof ist, unternahm ich dieses Jahr zum ersten Mal völlig freiwillig eine längere Wanderung in der Schweiz. Zusammen mit einer Freundin lief ich vom Oberbalmberg über den Weissenstein zum Grenchenberg.

Im Oktober nahm ich an meinem ersten Fotomarathon teil. Es war anstrengend, machte aber grossen Spass. Ansonsten fotografierte ich mit der Kamera eher selten dieses Jahr. Irgendwie fehlten mir die Ideen für ein neues Projekt und einfach zu knipsen, macht nur im Urlaub Spass.

#100happydays

Dafür fotografierte ich dieses Jahr zum ersten Mal für #100happydays sehr intensiv mit meinem Iphone. Unterdessen ist das Projekt abgeschlossen. Meinen Schlussbericht für den Blog muss ich jedoch noch schreiben.

Furkapass

Im Herbst unternahm ich mit einem Freund zum ersten Mal einen Ausflug mit seinem Tesla. Er chauffierte mich über zwei Pässe und auf einen dritten: den Flüela-, den Furka- und den Ofenpass.

Im Sommer fuhr ich zum ersten Mal mit einem Fahrrad über einen Pass. Zugegeben es war ein E-Bike und ein kleiner Pass. Die Anstrengung hielt sich entsprechend in Grenzen. Dazu gekommen ist es, weil ich zusammen mit meiner Mutter eine dreitägigen Velotour machte, die sie bei einem Wettbewerb gewonnen hatte. Die Passüberquerung war Teil davon.

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Mein Teneriffa

Teneriffa, TeideVor zwei Wochen flogen der Lieblingsmensch und ich in den Süden, genauer gesagt nach Teneriffa. Dort verbrachten wir zehn Tage. Am Samstagabend kamen wir mit Sonne vollgetankt wieder nach Hause.

Die Tage auf der kanarischen Insel haben wir sehr genossen. Wir haben viel unternommen und die Zeit verging wie immer zu schnell. Auch dieses Mal hatten wir ein Auto gemietet und konnten so auch die abgelegeneren Orte besuchen. Da Teneriffa jedoch verhältnissmässig klein ist, legten wir weniger Kilometer als in anderen Urlauben zurück und es blieb uns mehr Zeit, zu Fuss unterwegs zu sein. So viel wie in diesen zehn Tagen, bin ich, seit ich ein Kind und mit meinen Eltern in den Ferien war, nicht mehr gewandert. Der Gegensatz zu damals: Das Wandern hat mir Spass gemacht und es war nicht nur mühsame Pflicht.

Teneriffa, KarteIn den kommenden Tagen und Wochen werde ich detailliert über die einzelnen Tage berichten. Heute gibt es aber vorab und wie immer eine Zusammenfassung der Eindrücke, die den Urlaub und die Insel für mich geprägt haben.

Teneriffa, Nadeln Das Wetter in Teneriffa ist speziell. An der Küste ist es meist schön, an den Hängen zwischen 1’000 und 2’000 m ü. M. hängen die Wolken und auf der Hochebene des Teide Nationalparks scheint wieder die Sonne. Fährt man durch die Wolkenbank ist es kühl und feucht und manchmal sieht man nur wenige Meter weit.

Teneriffa, Parque Nacional del TeideDie Landschaften des Teide Nationalparks ist speziell. Denn sie ist sehr karg: viel Stein, viel Sand und nur wenig Pflanzen.

Teneriffa, Playa de Masca, KatzeEinheimische Tiere gibt es auf Teneriffa nur wenige und sie sind alle ungeeignet zum fotografieren. Die Eidechsen sind zu schnell, die Vögel zu weit weg und die Insekten zu langweilig. Am Strand von Masca leben jedoch einige wilde, aber verschmuste Katzen. Für die Vögel ist dies natürlich nicht toll, für mich hingengen schon; denn ich liebe Katzen und eine von ihnen war extrem schön.

Teneriffa, GarachicoAuch wenn wir nur wenig Zeit am Strand verbrachten, so waren wir doch – wir verbrachten den Urlaub schliesslich auf einer Insel – öfter an der Küste unterwegs. Das Meer ist für mich bis heute etwas sehr Besonderes und ich hoffe, dass mir die Faszination für Wellen und Gezeiten für immer erhalten bleibt.

Teneriffa, Loro ParqueDen Besuch des Loro Parques hatten wir bereits in der Schweiz beschlossen. Der Zoo in Puerto de la Cruz hat mir dann auch weitgehend gefallen. Ein grosser Teil der Tiere wird – soweit ich das beurteilen kann – gut gehalten. Das einzige, was mich am Tierpark stört, ist dass er Orkas und Delfine hält. Da ich deren Haltung in Gefangenschaft für nicht vertretbar halte, habe ich darauf verzichtet, sie mir anzuschauen. Obwohl ich unbedingt einmal Orkas sehen möchte; aber in freier Wildbahn und nicht in zu kleinen Betonschwimmbecken.

Teneriffa, BäumeAuf Teneriffa gibt es unzählige unterschiedliche Wälder. Die Bäume wachsen dort, wo jeweils die Wolken hängen. Durch die Nadel- oder Laubwälder führen meist verschlungene Strassen, die interessant zu fahren sind, sagt zumindest der Lieblingsmensch.

Teneriffa, Kakteen-FeigenDort wo es für Bäume zu trocken ist, wachsen Feigen. Teilweise bedecken sie ganze Hänge. Als wir dort waren, trugen alle Früchte. Scheinbar hatten wir die richtige Saison erwischt.

TeneriffaBesonders wichtig für einen gelungenen Urlaub ist natürlich auch eine abenteuerlustige, gutgelaunte und zuverlässige Begleitung. In meinem Fall waren dies der Lieblingsmensch und unser Mietwagen, ein Opel Astra.

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Zwischen den Marktständen

In Italien ist ein Marktbesuch teil des Pflichtprogramms. Dies stört mich gar nicht, denn ich mag Märkte. Besonders die urtümlichen, deren Hauptkundschaft die Einheimischen und nicht die Touristen sind. Das Einkaufen lasse ich zwar meist sein, aber ich liebe es, zwischen den Ständen hindurch zu schlendern und die Auslagen zu studieren: tonnenweise Gemüse, Pilze, Früchte, Gewürze und Früchte.

In Florenz besuchten wir den Mercato di Sant’Ambrogio in der Nähe der Basilica di Santa Croce. Er ist ein Markt ganz nach meinem Geschmack. Nicht fein herausgeputzt für die Touristen, sondern echt. Und was mich besonders erstaunt hat: Alle Händler hatten kein Problem damit, wenn ich ihre Waren fotografieren wollte. Ein «Posso?» und ein Lächeln genügte immer, um die Erlaubnis zu erhalten, auf den Auslöser zu drücken.

 

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