Jetzt mal ehrlich: Wir wollen doch alle Aufmerksamkeit

Manchmal lese ich auf Blogs, dass es die Autorinnen − Frauen sind in diesem Bereich nun einmal in der Überzahl − nicht interessiert, wie viele Menschen bei ihnen mitlesen. Sie würden an erster Stelle für sich selbst schreiben. Um das zu meinen, braucht man meiner Meinung nach eine sehr grosse Stammleserschaft oder sehr viel Selbstzufriedenheit. Auf mich und meinen Blog trifft beides nicht zu und deshalb interessiere ich mich sehr wohl dafür, wie viel Menschen «Splitter von Glück» besuchen. Würde ich nur für mich schreiben, würde ich Tagebuch führen − für meine Seelenhygiene wäre dies vielleicht sogar besser − und nicht einen Blog betreiben.

Splitter von Glück, Leah, Bloggen und LeserzahlenNennt mich süchtig nach Aufmerksamkeit − ich nenne es einfach ehrlich −, aber ja, ich möchte, dass meine Texte gelesen und meine Bilder angeschaut werden. Und ich finde dies auch nicht falsch. Ich stecke viel Zeit und Energie in «Splitter von Glück», sei es um das Layout zu optimieren, Artikel zu schreiben oder Fotos zu machen. Der Aufwand alleine gibt mir kein Recht auf Aufmerksamkeit. Das ist mir klar und damit habe ich auch kein Problem. Aber wieso darf ich mir diese nicht wünschen?

Aufmerksamkeit ist ein wertvolles Gut − das wissen Medien schon lange − und ich möchte ein kleines Stück von diesem teuren Kuchen abhaben. Denn wenn niemand die Texte lesen würde, die ich schreibe, und sich niemand die Bilder anschauen täte, die ich veröffentliche, worin bestünde dann der Sinn meines Blogs? Wenn ich schon öffentlich schreibe, ist es doch nur logisch, dass ich damit auch Menschen erreichen möchte? Ich möchte sie unterhalten und zwischendurch zum Staunen oder Nachdenken bringen. Was ich nicht möchte, ist dass sie gleichgültig bleiben oder noch schlimmer: gar nicht erst wahrnehmen, was ich hier tu.

Die Leserzahlen meines Blogs und vorallem die Anzahl Rückmeldungen in Form von Kommentaren − ich liebe nun einmal Komplimente, schätze aber auch Kritik − entwickelten sich über die letzten Jahre nicht immer wie gewünscht. Manchmal kam es mir so vor, als würde ich meine Gedanken in die Weite des Internets schreien und es käme nicht einmal ein Echo zurück. Das ist vielleicht ein bisschen melodramatisch, aber wenn die Rückmeldungen auf etwas, in das man Herzblut und Zeit steckt, ausbleiben, kann dies schon deprimieren.

Für diesen − nennen wir es einmal − Missstand war und bin ich zu einem grossen Teil selbst schuld. Zu lange hielt ich es nicht für nötig, mich zu vernetzen und meinen Blog bekannt zu machen. Ich dachte, dass die Menschen alleine zu mir finden würden, wenn ich nur gute Inhalte produziere. Heute weiss ich, dass dem nicht so ist. Vor kurzem begegnete ich der Aussage − leider weiss ich nicht mehr wo −, dass man zehnmal soviel Zeit ins Bewerben von Inhalten als ins Schreiben derselben investieren muss. Das Lesen dieses Satzes war ein Schlüsselerlebnis. Insbesondere da ich mir Ende letztes Jahr ernsthaft überlegt habe, das Experiment «Bloggen» zu beenden.

Splitter von Glück, Leah, Bloggen und LeserzahlenStatt das Handtuch zu werfen − ich war noch nie gut im aufgeben − habe ich das Layout überarbeitet und mich zum ersten Mal, seit ich diesen Blog führe, damit auseinandergesetzt, Leser zu gewinnen. Eine Zauberformel habe ich keine gefunden. Und wahrscheinlich gibt es auch keine. Aber ich bewerbe «Splitter von Glück» nun aktiver auf Facebook. Wenn ich zum Beispiel über Ausflüge − wie diejenigen ins Vitra Haus, den Loro Parque oder nach Scuol − schreibe, dann poste ich anschliessend den Link auf die Facebook-Seite des Unternehmens oder der Tourismusorganisation. Wenn sie diesen dann liken, gewinnt man zwar noch keine neue Stammleser, aber wenigstens Reichweit.

Zudem kommentiere ich mehr auf anderen Blogs − vielleicht hilft dies ja meinem Karma − und zwar nicht spammässig, sondern nur dann, wenn ich einen Artikel gelesen und etwas zum Thema zu sagen haben. Ich gehe davon aus, dass auch andere sich über Rückmeldungen freuen und zudem liebe ich es, über Kommentare auf meinen Stamm-Blogs neue Blogs zu entdecken. Vielleicht manchen dies andere ja genau so. Als letztes habe ich mir vorgenommen, öfter an Blogparaden teilzunehmen, die interessant klingen. Nicht nur um Leser zu gewinnen, aber auch. Zum Beispiel habe ich mich für das Projekt «Über den Tellerrand» von Kato angemeldet.

Wer nun denkt, mein Gemütszustand definiert sich alleine über die Leserzugriffe vom Vortag, der irrt. Denn auch wenn ich viel Herzblut in «Splitter von Glück» stecke, besteht mein Leben aus mehr als meinem Blog und Leserzahlen haben auf dieses «mehr» fernab des Internets keinen Einfluss. Nichtsdestotrotz freue ich mich über jeden einzelnen Kommentar, jede einzelne «Gefällt mir»-Angabe auf Facebook und jeden einzelnen neuen «Follower» auf Instagram.

Inspiriert zu diesem Artikel wurde ich durch die grosse Anzahl spannender Texte, die andere Blogger zu Bines Februar-Schreibzeit-Thema «Netzwerken oder wie bekommt man mehr Leser?» verfasst haben. Eine Anleitung dazu kann ich nicht schreiben, da ich schlicht zu wenig Ahnung habe. Aber Gedanken zu diesem Thema mache ich mir. Und diese wollte ich zusammenfassen.

Gedankensplitter, Online Leben


  1. Pingback: VERLOSUNG: EIN KALENDER FÜR EUER INTERESSE | Splitter von Glück

  2. analogMensch says:

    Ja, mal ehrlich? Klar ist das geil, wenn die Leute vorbei schauen, lesen, stöbern, und am besten auch noch Rückmeldung geben!

    Ich habe meine kleine Runde von Stammlesern! Die, die immer wieder kommen, aus Gewohnheit oder Neugierde. Daneben aber auch immer mal wieder neue, die ich bisher noch nicht kannte.

    Bei mir gibt es die Sache allerdings nicht an Zahlen! Nein, keine Statistik, nichts dergleichen! Einfach der Einfachheit halber, mit anonymisierten Datenmassen und irgendwelchen Zählern kann ich nichts anfangen! Entweder Interaktion oder gar nicht!

    Kommentare werden bei mir auch recht schwer, aber keinesfalls unmöglich! Kommentarspalte auf dem Blog gibt es nicht, aber sehr viele andere Wege mit mir in Kontakt zu treten. Twitter, XMPP, viele schreiben sogar lange Mails! Mich erstaunt das doch immer wieder sehr, wie viel Feedback vorhanden ist.

    Klar macht das stolz! Man weiß dann, das was man da schreibt und zeigt löst bei anderen Menschen etwas aus. Es gibt da draußen andere Leute mit gleicher Denke, beziehungsweise mit Meinungen dazu!

    Schließlich hauen wir das alles da raus in die Weite Welt, damit wir gehört werden!

    (PS: Der klare Vorteil daran keine Kommentarspalte zu haben ist, dass die typischen gefälligen Einzeiler a’la “Schön geschrieben!” oder “Tolle Bilder” ausbleiben. Die Hürde zu interagieren ist eben einen Tick höher, was der Qualität der Sache einen gewaltigen Schub nach oben verpasst!)

  3. Dani says:

    Liebe Leah, nänä, das kann mir auch kein Blogger ernsthaft erzählen, dass ihm die Leseranzahl schnuppe sei. Mir ist sie jedenfalls ganz und gar nicht egal und manchmal bin ich echt ein wenig traurig, weil meine Seite so wenig Traffic hat und kaum Kommentare. Um so mehr habe ich mich gefreut, deinen Kommentar dort zu finden und dadurch auf deinen tollen Blog aufmerksam zu werden, ich komme jetzt sicher öfter mal hier vorbei, dein Stil gefällt mir richtig gut! Glück auf aus Bochum, Dani

  4. Oli says:

    Ich mag deinen Text. Ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass es vielen Bloggern egal ist, ob sie gelesen werden oder nicht. Ich für meinen Teil kontrolliere jeden Morgen meine Zahlen und freue mich, wenn ich wieder ein paar Follower oder Newsletter-Abonnenten mehr habe.

    Vernetzung ist unglaublich wichtig. Ich empfehle jedem angehenden Blogger ein Gefäss zu entwickeln, in dem er andere Blogs verlinken kann und dem Leser gleichzeitig einen interessanten Beitrag zur Verfügung stellt.

    • Leah says:

      Jap, ich bin auch ein kleiner Zahlen-Junkie und schäme mich nicht dafür. Gelesen habe ich diese Aussage “ich schreib meinen Blog nur für mich” schon eingie Male. Ob es diesen Bloggern wirklich egal ist, wer bei ihnen mitliest oder ob sie dies nur schreiben, kann ich natürlich nciht beurteilen.

      Eine Liste oder eine Postserie mit lesenswerten Blogs ist bei mir schon Lange in Planung. Nur bis zur Umsetzung hat es nie gereicht. Nun lass ich einmal Gastblogger bei mir zu Wort kommen, das ist wenigstens ein Anfang.

      • Oli says:

        Naja, ich kann den Bloggern, die so etwas sagen, natürlich auch nicht in die Gedanken schauen. Ich denke aber, dass zumindest ein Teil davon die Aussage als Ausrede verwendet, um die kleine Zahl von Lesern zu rechtfertigen. (Wobei das meiner Meinung nach eigentlich gar nicht nötig wäre. Manche Themen haben einfach weniger Leser…und nicht jeder hat gleich viel Zeit, um einen Blog voranzutreiben.)

        Die Artikelserie zu den lesenswerten Blogs ist sicherlich eine sinnvolle Sache. Ich denke aber, dass es fast noch besser wäre, wenn du eine Form finden kannst, die in irgendeiner Weise originell ist und daher nicht nur für Verlinkten sondern auch die Leser spannend ist. Ein paar aus meiner Sicht vielversprechende Ansätze habe ich hier vorgestellt (siehe Punkt 1): http://weltreiseforum.com/blog/mal-was-andres-meine-ratschlaege-an-angehende-blogger/ Vielleicht kannst du da etwas Inspiration finden.

        Ich wünsch dir noch viel Spass auf deiner Reise…
        OIi

  5. Ein wunderbarer Post!
    Ich stimme dir voll und ganz zu, denn mir geht es genauso.

    Greetings & Love & a wonderful weekend
    Ines
    http://www.eclectic-kleinod.de

  6. Miri says:

    Hallo Leah,

    ich bin über deine Kommentar bei Bine von “was eigenes” auf deinem Blog gelandet. Deine Strategie ging also zumindest bei mir schon mal auf :) Habe deine Blog gleich via Bloglovin’ abonniert. Ich mag deine bunt gemischte Themenwahl, deine Gedanken, Texte und und deine tollen Fotos samt Fotografietipps!

    Und ja… du hast so recht. Natürlich freue ich mich auch über jedes Herzchen, jeden Kommentar und jeden Leser. Es ist toll, wenn man für die ganze Mühe, die man, auch wenn es Spaß macht, in den Blog steckt, auch etwas zurück bekommt. Ich freue mich immer über Feedback.

    Alles Liebe,
    Miri

    • Leah says:

      Liebe Miri

      Es freut mich, dass dir gefällt, was ich hier auf Splitter von Glück mache. Und es würde mich natürlich noch mehr freuen, wenn ich dich in Zukunft regelmässig auf meinem Blog begrüssen dürfte.

      Liebe Grüsse
      Leah

  7. Markus says:

    Ein sehr schön geschriebener aber vor allem ehrlicher Beitrag. Ich war bzw. bin mir auch immer noch unsicher, was ich denn jetzt genau will. Viele Kommentare oder ernsthaft interessierte Leser. Was ist mir lieber, 5 ehrliche Kommentare die sich mit dem Inhalt auseinandersetzen oder 40 Kommentare von “Toller Schärfeverlauf” bis zu “spannende Aufnahme”. Ein Mittelweg wäre gut. Wie so oft im Leben…
    lg Markus

  8. Pingback: Über den Tellerrand: Der Vogel und das Soziale Netzwerk | Fadenvogel

  9. Svenja says:

    Liebe Leah,

    ich sitze an einem Text zum selben Thema und bin über meine Recherche auf dich und diesen Text gestoßen – toll!!
    Liebe Grüße
    Svenja

  10. Pingback: Medienschau am Freitag | KW 16 · notestoherself

  11. Jürg says:

    Hi Leah

    Ich verstehe dein Anliegen. Ich bin auch der Meinung, dass Bloggen für einen selber irgendwie sinnlos ist. Na, nicht sinnlos aber die Veröffentlichung ist dann überflüssig (wie du ja bereits betreffend Tagebuch erwähnt hast). Der Aufwand den man dafür einsetzt muss mMn. spätestens nach einer gewissen Zeit Früchte tragen, d.h. Ressonanz generieren.

    Leider werden wir heutzutage regelrecht zubombardiert mit Informationen. So tue ich mich persönlich z.B. sehr schwer, regelmässig gewisse Blogs/Youtube-Channels, o.ä. regelmässig zu verfolgen. Speziell da ich auch aus beruflicher Sicht schon viele Informationen aus dem Web aufnehmen und verarbeiten muss. Und da ich – wie du schon selber angedeutet hast mit deinen Kommentaren in anderen Blogs – wenn ich schon kommentiere/reagiere, auch etwas zum Thema beitragen möchte, es dann nicht meist nicht zu einem ‘like’ kommt. Denn für mich ist ein ‘Like’ kein konstruktiver Beitrag. Klar, es gibt einem eine gewisse Präsenz in der Socialmediawelt, wenn man x Likes auf einen Beitrag ergattert. Aber das Hauptziel – ein angeregter Austausch mit anderen – ist dadurch nicht gegeben und x Likes sagen überhaupt nichts aus. Ich kann diese auch kaufen, wenn ich das möchte.

    Das wären dann meine ‘two cents’.

    Ich finde deinen Ansatz aber sehr gut (what goes around comes around) mit dem Kommentieren auf anderen Blogs. Wenn das Thema dann für die Zielpersonen dann auch noch stimmt, hast du bestimmt hier und da einen Mitleser mehr.

    Gruss Jürg

    • Leah says:

      Lieber Jürg

      Mit dem Zubombadieren hast du natürlich recht. Es gibt so unzählig viele Blogs und auch so unzählig viele gute Blogs. Ich folge auch nicht einer riesigen Menge, aber schon einigen. Und gewissen seit mehreren Jahren. Gerade das Langfristige finde ich spannend. Man sieht dann auch wie ein Blog und ein Autor sich entwickelt.

      Nun zum Thema “Likes”: Natürlich ist ein Like kein konstruktiver Beitrag und konstruktive Rückmeldungen sind mir auch lieber, aber hei… ich freue mich halt trotzdem, wenn jemandem gefällt, was ich tu und er dies so zum Ausdruck bringt.

      Liebe Grüsse
      Leah

  12. Hallo Leah,

    Deine Gedanken, die Du hier niedergeschrieben hast haben Hand und Fuß. Du dürftest mit diesen Zeilen jeden Hobbyblogger aus der Seele sprechen.

    Natürlich interessieren mich auch Zahlen, wieviele täglich den Blog, mein Baby anschauen. Noch wichtiger und interessanter sind die Kommentare, falls mal welche kommen sollten. Und wenn dann Feedbacks dabei sind, wo man mal etwas mehr als nur “Gefällt mir” ließt weiß ich, dass ich was richtig gemacht habe.

    Toller Beitrag von Dir, Danke dafür!

    Gruß, Andreas

    • Leah says:

      Hallo Andreas

      Ja, Kommentare auf Blogs sind das Salz in der Suppe. Rückmeldungen zu bekommen und zu wissen, dass jemand liest, was man schreibt, ist – mir persönlich zumindest – sehr wichtig.

      Natürlich freue ich mich auch über konstruktive Kritik. Machmal kann aber auch ein schlichtes “Gefällt mir” Motivations-Wunder bewirken.

      Liebe Grüsse
      Leah

  13. Santiago says:

    hoi Nichte,
    sitze bei deinem Padre und der Grill läuft auf hochtouren.
    Bis die letzten Schweinerippen durch sind, ziehe ich mir, wie immer am Wochenende, deine neusten Gedanken und meistens deine klasse Bilder reine.
    Was ich meine, als treuer Leser, du machst das ungemein spitze und ich würde es vermissen. Also weiter so mit frischem Mut.
    Dein Santiago

    • Leah says:

      Lieber Onkel

      Vielen lieben Dank für diese Worte. Es freut mich sehr, dich zu meinen Stammleser zu zählen.

      Liebste Grüsse
      Leah

  14. Annekäthi says:

    Liebe Leah

    Ich verfolge deinen Blog regelmässig … Rückmeldungen von mir kommen nur spärlich. Mir gefällt dein Blog sehr gut. Ich bin fasziniert von deinen tollen Bilder und den dazugehörigen Texten. Mach weiter so, ich werde deinen Blog sicher weiterhin regelmässig besuchen.

    Herzliche Grüsse
    Annekäthi

    • Leah says:

      Liebe Annekäthi

      Das freut mich sehr zu lesen. Und wie weiter oben schon einmal geschrieben, ich mag auch meine stillen Leser sehr.

      Liebe Grüsse
      Leah

  15. Stefanie says:

    Ein spannendes Thema, das du hier ansprichst. Ich finde auch, dass es schön ist, wenn man nette Kommentare zu seinen Posts erhält. Ich denke aber schon auch, dass man durchs Vernetzt Sein viele Besucher erhält, aber dass das alleine dann nicht ausreicht. Ob eine Person den Blog dann wieder anklickt, hängt, denke ich, sehr vom Inhalt, vom Design und von der persönlichen Sympathie des Autoren ab. Das ist dann vielleicht so das gewisse Etwas an einem Blog, das den Erfolg oder Misserfolg ausmacht und was man irgendwie auch nicht beeinflussen kann.

    • Leah says:

      Da bin ich mit dir völlig einverstanden. Damit Besucher wiederkehren, muss ihnen der Inhalt, das Layout und der Stil des Verfassers gefallen. Damit Besucher aber wiederkehren können, müssen sie den Blog ein erstes Mal finden. Und dieser Schritt passiert meist nur, wenn man sich vernetzt und seinen Blog bewirbt.

  16. Nica says:

    Hey Leah
    Das ist ein sehr schöner Post von dir. Ich muss gestehen, dass ich mir erst jetzt nach fast 2 Jahren, Gedanken über Vernetzung mache. Und das nur so schleppend. Das liegt schon auch da dran, dass ich wie du auch, dachte, die Leute finden schon zu mir. Viele haben das auch, aber da läge noch sehr viel mehr drin! Da muss ich mich wohl ranhängen :-) Das mit den Kommentaren ist aber auch so eine Sache. Die sagen nämlich nicht immer etwas über die Besucherzahl aus. Ich habe teilweise mehr Kommentare drin wenn weniger Besucher einen Post gelesen haben als wenn mehr drauf waren. Ich denke auch nicht, dass man immer alles Kommentieren muss. Wie du sagst, einfach ein Kommentar da lassen um was geschrieben zu haben ist ja auch nicht so toll. Aber ich verstehe dich natürlich sehr gut. Jeden freut es, wenn er ein Kommentar erhält :-)
    Herzliche Grüsse Nica

    • Leah says:

      Liebe Nica

      Auch ich habe sehr lange gebraucht, um zu realisieren, dass Vernetzung auch sehr wichtig ist. Bei mir waren es fast vier Jahre und nicht nur zwei.

      Ich bin mit dir einverstanden, dass man nicht alles kommentieren muss. Wenn ich sehe, dass ein Post schon über 20 Kommentare hat, dann schreibe ich nur einen weiteren, wenn ich wirklich eine Meinung habe. Lese ich einen tollen Artikel, zu dem noch niemanden eine Rückmeldung hinterlassen hat, dann kommentiere ich eher und manchmal auch nur um den Verfasser wissen zu lassen, dass mir sein Beitrag gefällt.

      Das Kommentare und Seitenaufrufe nicht in einem direkten Verhältnis stehen, erlebe ich auch bei meinen Artikeln. Ich habe festgestellt, dass ich dann am meisten Feedback erhalte, wenn es um meine Meinung zu einem Thema geht – wie zum Beispiel in diesem Post. Irgendwie ist dies auch logisch, denn zu so etwas hat man als Leser eher und mehr zu sagen, als zu einem Urlaubsbericht und den dazugehörigen Bildern.

      Liebe Grüsse
      Leah

  17. Klar wollen wir Aufmerksamkeit. Aber mehr noch wollen wir Resonanz, richtig? Liebe Grüße aus Stuttgart!

  18. Susanne says:

    Liebe Leah,
    ich verfolge Dein Blog schon lange und habe es im Feedreader. Und ich habe oft Freude an Deinen wunderbaren Fotos. Zu meiner Schande habe ich aber bisher kaum – oder gar nicht? – kommentiert. Ich gelobe Besserung, weil ich selbst weiß, wie schön es ist, Kommentare zu bekommen.
    Danke auch für den ehrlichen Post. Wir schreiben doch alle unsere Blogs, weil wir Leser haben möchten, die unsere Texte und Fotos gut finden. Wir sollten also zu unserem Ego stehen – oder eben doch wieder das gute alte Tagebuch hervorholen.
    LG, Susanne

    • Leah says:

      Liebe Susanne
      Ich mag auch meine stillen Leser sehr, ganz ehrlich. Nur weiss man halt nicht immer, dass es diese überhaupt gibt. Natürlich würde ich mich über den einen oder anderen Kommentar in Zukunft von dir freuen, du darfst aber auch gerne still weiterlesen.

      Es gibt scheinbar Bloggerinnen, die schreiben, weil sie gerne schreiben. Meiner Meinung nach ist das auch oke. Ich bin aber definitiv keine von ihnen. Ich schreibe schon gerne, aber ich lese noch lieber, was meine Texte und Bilder bei anderen Menschen auslösen.
      Lg Leah

  19. Vollkommen richtig. Ich kann das nur unterschreiben! Obwohl das mit dem Marketing ja auch eine schwierige Sache ist. Ich weiß, ich sollte noch an manchen Stellen viel mehr machen. Aber dann bin ich doch einfach zu faul. Shame on me.

    • Leah says:

      Ja, das mit dem Marketing ist zeitintensiv. Ich habe beschlossen, mir ein bisschen einen Sport daraus zu machen. Zur Zeit macht es mir zudem wirklich Spass zu schauen, was ich mit welchen Massnahmen erreichen kann. Mal schauen, wie lange es anhält.

  20. Kann ich alles absolut unterschreiben. War bei meiner Blog-Gründung vor ein paar Jahren auch noch ziemlich naiv, frei nach dem Motto “Da finden sich schon Leute die es interessiert”. Man muss aber dann irgendwann auch für sich so eine Grenze ziehen, wo der Marketingaufwand für das was man erreichen will einfach nicht mehr verhältnismäßig ist. Das “Netzwerken” in Blogs über Kommentare und so finde ich ganz schön, da ich die Blogs ja auch gerne lese und es toll finde darüber auch neue interessante Blogs zu entdecken.
    Mir wird’s bloß dann immer zu blöd, wenn ich das Gefühl kriege ich spame meinen Freundeskreis ständig voll oder verbringe Stunden mit SEO. Es gibt ungefähr fünf Trillionen Blogs wie meinen und solange ich damit nicht vorhabe Geld zu verdienen, investiere ich lieber mehr Zeit in Inhalt als in SEO und Marketing. Man will sich ja auch treu bleiben… Wie bullion schon gesagt hat: eine kleine Community, in der man sich den anderen Bloggern verbunden fühlt, ist fast wichtiger als Seitenklicks.

    • Leah says:

      Von SEO habe ich ehrlich gesagt absolut keine Ahnung. Ich kenne noch nicht einmal dessen Potential.

      Es ist wohl ein schmaler Grat zwischen sinnvoll werben und den Freundeskreis zuspammen. Da ich in der Regel nur einmal pro Woche einen Artikel veröffentliche, erlaube ich mir jeweils schon, den auch auf meiner privaten Facebook-Seite zu teilen. Es gibt schliesslich unzählige Menschen, die teilen viel bedeutungslosere Stati.

      Ich denke nur Zeit in Marketing und SEO zu investieren, ist sicher keine Lösung. Damit beides funktioniert, sind gute Inhalte sowieso die Voraussetzung. Und am Ende ist dann die grösste Frage meiner Meinung nach, wie viel will man insgesamt ins Projekt “Bloggen” investieren. Darauf habe ich noch keine konkrete Antwort für mich gefunden.

      Und ich stimme dir völlig zu, eine Stammleserschaft, die zwischendurch auch mal ein Feedback gibt, ist viel wichtiger als Seitenklicks. Es war auch die geringe Anzahl an Rückmeldungen, die mich jeweils mehr gestört hat, als die tiefen Seitenklick-Zahlen.

  21. Lina says:

    Ich kann dir nur zustimmen. Ich blogge seit 2010 und habe jahrelang einfach nur vor mich hingebloggt, ohne irgendwelche Reaktionen von anderen. Das war so frustrierend – ich weiß gar nicht, warum ich es so lange durchgehalten habe. Und das liegt nicht daran, dass ich NUR Aufmerksamkeit will (dann hätte ich einen Modeblog gemacht – nichts gegen Modeblogs!). Aber nie mal eine Rückmeldung zu bekommen, ist schon doof. Ich freue mich wie ein Schneekönig, wenn ich einen Kommentar bekomme oder wenn jemand meine Facebookseite liked.

    Und ja – netzwerken IST wichtig. Das ist mir auch irgendwann bewusst geworden. Aber wie wichtig es wirklich ist, merkt man erst, wenn man ernsthaft damit anfängt. Ich bin zugegebenermaßen etwas kommentierfaul. Aber ich teile gern andere Blogposts und gebe Empfehlungen ab. Auch z.B. auf Twitter oder Facebook. Und dann bekommt man schon einiges zurück. Auch einfach mit anderen Bloggerinnen in Kontakt zu treten ist super. Der Austausch hilft enorm und ganz nebenbei lernt man tolle Menschen kennen :)

    • Leah says:

      Da kann ich dir nur zustimmen. Dass dieser Artikel so viel Zuspruch erfährt, freut mich riesig.

      Ich habe das Gefühl, dass die Bloggerszene in der Schweiz leider ein bisschen weniger aktiv oder zumindest weniger vernetzt ist als in Deutschland. Ich würde liebend gerne einmal eine Bloggerkonferenz besuchen und mehr Bloggerinnen auch persönlich kennenlernen. Vielleicht sollte ich den Weg nach Deutschland doch mal auf mich nehmen.

  22. bullion says:

    Ja, “Netzwerken” (so sehr ich den Begriff hasse) ist wichtig, um neue Leser zu gewinnen. Es macht mir allerdings auch großen Spaß neue Blogs zu entdecken und eine eigene, kleine Community aufzubauen. Das ist mir fast noch wichtiger als Reichweite: bekannte Leser, Kommentatoren und Blogger, mit denen man sich immer wieder austauschen kann.

    • Leah says:

      Ja, mir geht es genau auch um Rückmeldungen und die Gewinnung einer Stammleserschaft. Da ich ja keine Werbung schalte, ist Reichweite einfach ein Mittel zum Zweck. Denn ich muss ja einige Leute erreichen, damit einem kleinen Prozentsatz gefallen kann, was ich hier mache und wiederkehrt.
      Die ganzen Spielereien auf Facebook zum Bewerben des Blogs machen mir auch Spaß. Es ist interessant, auszuprobieren, was funktioniert und was nicht. Mal schauen, wie lange es geht, bis ich das Interesse verliere.

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